Zarafa 7.2 Neuerungen

Das nächste Major Release von Zarafa steht vor der Tür: Die Zarafa Version 7.2 soll voraussichtlich noch im Oktober veröffentlicht werden und einige neue Features mitbringen. Wir stellen die Änderungen in Version 7.2 vor, die wir auf der Zarafa Tour 2014 gesehen haben.

WebApp 2.0

Die WebApp ist seit dem 30. September öffentlich in Version 2.0beta2 zu haben. Neu in WebApp 2.0 ist unter anderem ein HTML Editor für E-Mails sowie die Vorbereitung für weitere kommende Features. Auch die für den Benutzer sehr einfache Integration einer S/MIME E-Mail Verschlüsselung direkt in die WebApp ermöglicht eine Verschlüsselung von E-Mails, die sehr bequem und einfach zu handhaben ist.

Mindestanforderung für einen Betrieb ist Zarafa 7.0.14 oder 7.1.5. Ein komplettes Changelog gibt es hier, die Download Pakete finden sich unter http://download.zarafa.com/community/beta/WebApp/2.0/.

Echtzeit VideokonferenzZarafa 7.2 Video Konferenz Demo

Mit Version 7.2 wird auch die Möglichkeit kommen, in Echtzeit Videokonferenzen in HD-Video und HD-Audio durchzuführen. Auch Desktop-Sharing, Chat und die gemeinsame Arbeit an Dokumenten ist möglich. Das Besondere daran ist, dass weder Flash noch Java dazu benötigt werden, da das Feature komplett in HTML5 umgesetzt worden ist. Somit läuft es aktuell unter Chrome und Firefox und Zarafa rechnet damit, dass weitere Browser folgen werden.

Eine Live Demo auf der Zarafa Tour 2014 war sehr beeindruckend und zeigte die Möglichkeiten der WebRTC Technologie, auf dem dieses Feature basiert. Die Kommunikation selbst wird direkt und verschlüsselt zwischen den beiden Clients ablaufen, benötigt also keinen Relay Server ausserhalb des Unternehmens. Allerdings wird ein TURN Server benötigt, der den Verbindungsaufbau zwischen den Gesprächspartnern vermittelt, der für die eigentliche Kommunikation dann jedoch nicht mehr verwendet wird. Es gibt bereits Open Source TURN Server Implementierungen, die man im Eigenbetrieb verwenden kann. Zarafa wird voraussichtlich einen eigenen TURNServer anbieten für alle Zarafa Nutzer, die keinen eigenen Server betreiben möchten.

Dies könnte die Nutzung von Skype oder anderen Conferencing Systemen innerhalb von Unternehmen deutlich vereinfachen. Da es keinen zusätzlichen Abhängigkeiten von Flash oder Java gibt, ist die Technologie für die Benutzer sehr einfach verwendbar und der Administrator freut sich über die gestiegene Sicherheit im Vergleich zu externen Lösungen.

Zarafa Suche auf Basis von XapianZarafa 7.2 Suche auf Basis von Xapian

Zarafa 7.2 wird eine auf Xapian basierte Suchmaschine enthalten, die nicht nur einzelne Wörter oder Phrasen findet, sondern durch nähere Angaben bei der Suche deutlich bessere Ergebnisse liefert. Zudem wird die Indizierung der Inhalte deutlich schneller ablaufen, da die Engine mehrere Prozessorkerne nutzen kann.

Vor Zarafa 6.40 basierte jede Suche direkt auf der Datenbank. Mit Zarafa 6.40 kam der Zarafa Indexer auf Lucene Basis als erste Suchmaschine in Zarafa. Darauf folgend war eine Kyoto Cabinet basierte Engine und mit Version 7.2 kommt nun eine auf Xapian basierte neue Engine, die viele Einschränkungen der Vorgängerversionen ausräumt und Zarafa mit einer stabilen, performanten und gut bedienbaren Suche ausstattet.

Z-Push 2.2

Mit dem neuen Z-Push Release 2.2 wird auch autodiscover möglich sein. Damit ist es möglich, nur noch seine E-Mail Adresse bei der Einrichtung eines Mobilgerätes anzugeben und die Einstellungen automatisch vom Server abzurufen. Dies vereinfacht die Anbindung von Mobile Devices durch die Benutzer selbst, so dass sich Administratoren diese Anbindung sogar durch die Benutzer selbst durchführen lassen können.

Z-FilesZarafa 7.2 Z-Files Demo

Z-Files ist ein neues Feature von Zarafa, das einen Zugriff auf Dateien aus der WebApp heraus ermöglicht. Dazu integriert Zarafa einen WebDAV Server.

So könnte es beispielsweise möglich sein, über die WebApp direkt auf einen Teil eines Fileservers zuzugreifen und die Arbeit über die WebApp intern aber auch extern deutlich zu verbessern. Durch die Beachtung entsprechender Beschränkungen sind über die WebApp nur freigegebene Dateien verfügbar, so dass besonders schützenswerte Daten nicht über die WebApp erreicht werden können.

Künftig sollen mehrere und verschiedene File-Backends einzubinden sein, so dass die Dateien auf unterschiedlichen Servern liegen und auf unterschiedlichen Quellen beruhen können.

Versand sehr großer Mail Anhänge

Wir erhielten von Kunden immer wieder die Anfrage, große Dateien per Mail versenden zu können. Und obwohl Mail dafür nie gemacht wurde, funktioniert dies auch mit großen Dateien relativ gut. Wenn allerdings der Mailserver des Empfängers den Empfang größerer Attachments verweigert, dann musste man umständlich einen anderen Weg finden. Oft wurden dann Dateien auf externe Speicher wie Dropbox gelegt und dem Gegenüber der Link zur Datei geschickt.

Mit Zarafa 7.2 wird dies nicht mehr notwendig sein, da Zarafa selbst bereits einen solchen Link generieren und die Mail mit diesem Link versehen kann. Der Empfänger erhält dann nur noch die eigentliche E-Mail mit dem Link zum Attachment. Bei Bedarf kann der Empfänger diesen Link anklicken und die Datei dann direkt vom Zarafa Server herunterladen.

Auch gewisse Fristen für den Abruf lassen sich definieren, so dass ein Link beispielsweise nach einer Woche ungültig wird. Dies dient der Sicherheit und ermöglicht ein gezieltes Versenden von großen Attachments an bestimmte Empfänger.

Fragen dazu?

Bei Fragen oder Wünschen stehen wir Ihnen als Zarafa Gold Partner jederzeit gerne zur Verfügung. Wir erzählen Ihnen gerne, wie Ihr Unternehmen von den Möglichkeiten der neuen Version profitieren kann.. Bitte kontaktieren Sie uns.