Zarafa Outlook Integration im Vergleich

Was macht die Kombination aus Zarafa und Outlook so besonders und hebt sie vom Wettbewerb ab? Wir geben ein paar Informationen zum Hintergrund und Antworten zu oft gestellten Fragen. (Bild: © Ilike - Fotolia.com)

Zarafa gewinnt immer mehr Freunde und viele Unternehmen entscheiden sich bei der Einführung einer neuen Groupware Lösung für Zarafa. Das ist im Grunde genommen auch kein Wunder, wenn man sich die Vorteile gegenüber anderen Groupware Systemen und die Unterschiede zu Microsoft Exchange genauer anschaut.

Ein sehr wichtiges Argument für Zarafa ist die extrem gute Kompatibilität zu Microsoft Outlook. Aber warum ist das so und wie unterscheidet sich Zarafa hier von anderen Groupware Plattformen?

Zarafa und Outlook sprechen die gleiche Sprache

Microsoft Exchange ist kein einfacher Mailserver. Es bietet zwar auch die Standardschnittstellen POP3, IMAP und SMTP wie andere Mailserver, sobald Outlook aber ins Spiel kommt, wird über die MAPI kommuniziert. MAPI ist eine Schnittstelle, kein Format. Daher ist es für andere Clients oder Server nicht einfach, diese Schnittstelle anzubieten oder sich daran anzubinden.

Auf dem Markt existieren hunderte von Programmen, die als MAPI Client fungieren, aber nur wenige Server, die diese Schnittstelle besitzen. Zarafa war neben Exchange lange Zeit der einzige Anbieter, der diese Schnittstelle hatte. Seit einigen Monaten gibt es auch andere Anbieter wie Zentyal oder SOGo, die mittels OpenChange ebenfalls eine MAPI Schnittstelle bieten. Der Teufel steckt jedoch im Detail: Während Zarafa mit seiner MAPI Schnittstelle tausende von Clients stabil versorgen kann, ist OpenChange nur in kleineren Installationen einsetzbar. Bei Zentyal mit OpenChange Integration liegt derzeit das empfohlene Maximum bei 25 Benutzern.

Viele andere Groupware Systeme bieten eine Outlook Integration nur über Plugins an. Während bei Zarafa die Daten als MAPI Objekte im Zarafa Server abgelegt werden, wandeln andere Groupware Systeme diese Objekte zunächst in eigene Datenformate um. Bei der Komplexität von MAPI Objekten können hier auch Probleme entstehen, die natürlich nicht passieren wenn nichts umgewandelt werden muss.

Zarafa Client Installation

Aber wenn das alles so kompatibel ist, warum muss man dann einen Zarafa Client installieren?

Der Zarafa Client ist im Grunde nichts anderes als ein MAPI Provider, der sich an die vorhandene Schnittstelle unter Windows andockt und in Outlook als anderer Servertyp angezeigt wird. Während die MAPI Schnittstelle von Microsoft sehr gut dokumentiert ist, basiert der Transport der MAPI Objekte auf einem nicht dokumentierten, binären Protokoll. Ein Hersteller hat nun die Möglichkeit, dieses binäre Protokoll möglichst kompatibel nachzubauen, oder es durch ein eigenes Protokoll zu ersetzen. An dieser Stelle verwendet Zarafa über den eigenen MAPI Provider ein eigenes Transportprotokoll und ermöglicht damit sogar einen Zugriff auf Zarafa über Web Proxies. Microsoft stellt in neueren Exchange Versionen die sogenannten Exchange Web Services zur Verfügung. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein HTTP-basiertes Transportverfahren und bestätigt damit indirekt das Konzept von Zarafa.

Gelegentlich kommt ein Update für Outlook und verändert die Art, wie Outlook kommuniziert. In früheren Installationen von Zarafa sorgte dies für ein Popup Fenster beim Start von Outlook, dass die Outlook Version nicht kompatibel sei. Zarafa hat seit Version 7.1.9 seinen Client jedoch so angepasst, dass dieser sich automatisch einem Outlook Update anpasst und selbst für Kompatibilität sorgt. Seit Version 7.1.11 ist dieses Feature fertig gestellt und fest im Client integriert worden. Ist der Zarafa Client erst einmal installiert, kann Zarafa diesen ab einer Professional Lizenz sogar automatisch aktualisieren. Das spart dem Administrator einen Satz Turnschuhe, da er den Client Zentral vom Server aus verteilen kann anstatt zu jedem einzelnen PC laufen zu müssen.

Erweiterte Features in Outlook

Ist der Zarafa Client installiert, zeigt sich in Outlook ein neuer Tab, über den die zusätzlichen Features des Zarafa Clients erreichbar sind. Dort lässt sich beispielsweise eine Abwesenheitsmitteilung vom Benutzer einstellen wenn er in Urlaub geht, Postfächer von Kollegen einblenden, den Zugriff für Stellvertreter festlegen oder auch versehentlich gelöschte Elemente wiederherstellen.

Zarafa Tab in Outlook

Viele Anwendungen von Drittanbietern bringen Outlook Plugins mit. Beispielsweise ermöglichen diese Systeme E-Mails aus Outlook direkt zu übernehmen oder aus diesen Systemen einen E-Mail Versand über Outlook durchzuführen. Auch die Integration und der Abgleich von Kalendern mit Drittanbietern funktioniert in nahezu allen Fällen wie erwünscht.

Vergleich zu Exchange

Outlook wurde als Client für MS Exchange entwickelt. Alleine deshalb ist die größtmögliche Kompatibilität zwischen Exchange und Outlook gewährleistet. Zarafa kann durch die vorbildliche Integration durchaus mithalten und bewegt sich bei gefühlten 99% Kompatibilität.

Einige Softwareprodukte stellen ein Plugin für den Exchange Server bereit, um direkt auf den Server zugreifen zu können ohne Outlook als Client zu benötigen. Soll ein solches Plugin zum Einsatz kommen, scheidet Zarafa aus, da es auf einem Linux Server läuft und somit Exchange Server Plugins nicht ausgeführt werden können. Die überwiegende Mehrzahl der Plugins sind jedoch für Outlook entwickelt, nicht für den Exchange Server. In diesem Falle kann ein Zarafa Server in der Regel problemlos verwendet werden.

Für einen Anwender ist - abgesehen vom Zarafa Tab - nicht ersichtlich, ob Outlook an einen Exchange oder einen Zarafa Server angebunden ist - und die meisten Anwender interessiert das auch nicht, so lange Outlook funktioniert und die benötigten Möglichkeiten zur Verfügung stellt.

Wir implementieren sowohl Zarafa wie auch Exchange Server bei unseren Kunden. Vor einer Empfehlung ermitteln wir vorab die individuellen Anforderungen unseres Kunden. Bei speziellen Anforderungen oder auf Wunsch installieren wir einen Zarafa Server testweise in einem Proof-Of-Concept Verfahren, damit der Kunde sich selbst überzeugen kann.

Haben Sie Fragen zur Outlook Integration in Zarafa? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare oder Ihre Anfrage.