Warnung: Locky Trojaner infiziert aktuell über 5000 Systeme pro Stunde in Deutschland

Der Locky Virus / Trojaner, auch Ransomware genannt, befällt derzeit mehr als 5000 neue Systeme pro Stunde in Deutschland. Wichtig ist, die richtigen Vorkehrungen jetzt zu treffen.

Wir haben für 2016 einen enormen Zuwachs an Cyberkriminalität, speziell durch Verschlüsselungstrojaner erwartet. Und nach den Meldungen der letzten Tage kommt die Welle nun richtig in Schwung.

Aktuell befällt ein Trojaner namens Locky mehr als 5000 neue Systeme pro Stunde und verschlüsselt Dateien auf dem lokalen System sowie Dateien auf Netzlaufwerken.

Eine Entschlüsselung ist derzeit nur möglich, wenn man das geforderte Lösegeld zahlt. Und ob dies in jedem Falle funktioniert, ist wie üblich nicht garantiert.

Die folgenden Dinge sollten Sie am besten gleich prüfen, um Ihr Risiko zu verringern:

1. Backups prüfen

Haben Sie aktuelle Backups, die in mehreren Generationen vorliegen und auch einen größeren Zeitraum abdecken? Wenn Sie nur ein Backup von gestern und vorgestern besitzen, könnte der Trojaner auch auf Ihre Backups bereits Zugriff haben und beim Wiederherstellen erneut dabei sein.

2. Mitarbeiter informieren

Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die Bedrohung. Es sollten keine E-Mails geöffnet werden, die Office Dokumente enthalten und von unbekannten Absendern stammen. Fast immer kommen die Ransomware Trojaner über gefälschte E-Mails mit Office Anhängen ins Haus, getarnt als Rechnung und in sauberem Deutsch verfasst. Das macht es Anwendern häufig schwer, echte von falschen Mails zu unterscheiden. Abhilfe schafft hier nur die Mitarbeiter zu informieren und um große Vorsicht zu bitten.

3. Antivirus inkl. E-Mail Scanner installiert und aktuell?

Prüfen Sie gleich Ihren Antivirus, ob dieser aktiviert ist und aktuelle Signaturen enthält. Ganz wichtig ist dabei, dass eingehende Mails geprüft werden müssen. Die Trojaner modifizieren sich so häufig, dass diese selbst guten Antivirus Scannern zu Beginn nicht bekannt sind.

Ein freier Antivirus ist häufig nicht geeignet, weil damit keine E-Mails geprüft werden und die Signaturen auch nur einmal täglich aktualisiert werden. Die Viren modifizieren sich jedoch deutlich schneller.

Sollten Sie dabei Unterstützung benötigen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns gleich, wir beantworten gerne Ihre Fragen.

Bild: (c) igor - Fotolia

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